In dieser Folge von Retterview wird’s klar und unbequem: Warum trauen sich so viele Notfallsanitäter nicht, das zu tun, was das Gesetz längst erlaubt – und was Patient:innen brauchen?
Gemeinsam mit Andreas Drobeck sprechen wir über den Preis von Haltung im System Rettungsdienst: Wie Verunsicherung entsteht, wie Kompetenzen über „Sicherheits“-Vorgaben faktisch kleingedreht werden – und warum der reflexhafte Notarzt-Nachruf für viele zum Selbstschutz geworden ist. Auch Kassel steht dabei als aktuelles Beispiel im Raum, wenn Ärztliche Leitungen Handlungsspielräume enger definieren als nötig.
Im zweiten Teil geht’s an die Substanz: § 2a NotSanG ist kein „Darf“, sondern im Ernstfall ein Auftrag. Wir räumen mit dem alten „Notkompetenz“-Denken auf, sprechen über Entscheidungsverantwortung am Patienten, über Vertretbarkeit statt Perfektionsdruck – und darüber, wie Dokumentation schützt, ohne zur Einschüchterung zu werden.
Themen u. a.:
- § 2a NotSanG: Eigenverantwortung, die man leben muss
- Notarzt-Nachforderung: medizinische Notwendigkeit vs. Absicherungsreflex
- Angstkultur, Hierarchien und „Algorithmus statt Denken“
- Vertretbar handeln statt sich wegducken
- Dokumentation als Schutzschild – nicht als Keule
Links:
Andreas Drobeck: @andreasdrobeck (Instagram)
Artikel „Sieg ohne Frieden“
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/52704-sieg-ohne-frieden
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