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Herzinfarkt: Warnzeichen ernst nehmen, früh 112 rufen

Druck oder Schmerzen im Brustkorb, Atemnot und kalter Schweiß können auf einen Herzinfarkt hinweisen. Beschwerden unterscheiden sich – bei Verdacht zählt schnelle Hilfe.

Für Erwachsene und Menschen, die Erste Hilfe leisten · Quellenabgleich 28.10.2026

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Ein Merkbild zum Artikel. Die Erläuterungen und Quellen findest du darunter.

Herzinfarkt
  • 01

    Warnzeichen

    Brustdruck, Schmerzen, Atemnot, kalter Schweiß oder starke Schwäche.

  • 02

    Beschwerden variieren

    Nicht jeder Infarkt zeigt die klassischen starken Brustschmerzen.

  • 03

    112 wählen

    Verdacht schildern. Nicht abwarten und nicht selbst fahren.

  • 04

    Ruhe schaffen

    Keine Anstrengung; eine bequeme Position ermöglichen.

  • 05

    Nicht allein lassen

    Beruhigen und Veränderungen von Bewusstsein und Atmung beachten.

  • 06

    Kreislaufstillstand

    Keine Reaktion und keine normale Atmung: sofort Wiederbelebung und AED.

Beispiele sind nicht vollständig. Diese Übersicht ist keine individuelle medizinische Ersteinschätzung.

Was beim Herzinfarkt passiert

Bei einem Herzinfarkt erhält ein Teil des Herzmuskels nicht genug Blut und Sauerstoff, meist weil ein Herzkranzgefäß verschlossen ist. Je länger die Versorgung fehlt, desto größer kann der Schaden werden. Die Behandlung muss deshalb rasch beginnen.

Häufige Warnzeichen sind Druck, Enge oder Schmerzen im Brustkorb. Sie können in Arme, Rücken, Hals, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen. Atemnot, Übelkeit, kalter Schweiß und ausgeprägte Schwäche können hinzukommen. Die Beschwerden können auch weniger typisch sein; insbesondere bei Frauen stehen mitunter Atemnot oder Übelkeit im Vordergrund.

Nicht abwarten und nicht selbst fahren

Rufe bei Herzinfarktverdacht sofort 112. Du musst nicht beweisen, dass es ein Infarkt ist. Ein neuer starker Brustschmerz oder eine bedrohliche Kombination von Beschwerden ist kein Anlass, erst einen regulären Termin oder eine Internetantwort abzuwarten.

Setze dich bei solchen Beschwerden nicht selbst ans Steuer. Während des Wartens kann sich der Zustand plötzlich verschlechtern. Nenne der Leitstelle Ort, Beschwerden und ihren Beginn; beantworte Rückfragen und bleibe erreichbar.

Ruhe ermöglichen und dabeibleiben

Vermeide körperliche Anstrengung und begleite die Person in eine bequeme Position. Bei einer wachen Person ist häufig ein erhöhter Oberkörper angenehm. Erzwinge keine Haltung, in der es ihr schlechter geht.

Lockere beengende Kleidung, schaffe Ruhe und lass die Person nicht allein. Beobachte Bewusstsein und Atmung bis zur Übergabe. Verändert sich der Zustand, teile das der Leitstelle mit. Medikamente gehören in den persönlichen Behandlungsplan oder in fachkundige Anleitung; dieser Artikel gibt keine allgemeine Dosierungsanweisung.

Herzinfarkt und Kreislaufstillstand unterscheiden

Herzinfarktverdacht allein ist kein Grund, bei einer ansprechbaren Person eine Herzdruckmassage durchzuführen. Ein Infarkt kann jedoch einen Kreislaufstillstand auslösen. Deshalb bleibt die wiederholte Beobachtung so wichtig.

Reagiert die Person nicht und atmet sie nicht normal, beginne sofort mit Wiederbelebung und lass einen verfügbaren AED holen. Die Leitstelle unterstützt über Lautsprecher. Schnappatmung zählt nicht als normale Atmung. Der weiterführende Retterview-Beitrag zur Wiederbelebung erklärt die nächsten Schritte.

Quellen und Prüfstand

Quellen abgeglichen. Unabhängige fachliche Gegenprüfung offen.

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